Orgel, Glocken und Turmuhr

Orgel

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Glocken

Die vier Glocken wurden im Jahr 1896 vom Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation gegossen und haben die Schlagtöne c' e' g' c''. Das gesamte Geläute war eine Stiftung von Albert Schaal, dem Besitzer der ehemaligen Forchheimer Knochenleimfarbrik Seltsam. Der eiserne Glockenstuhl stammt vom damaligen ortsansässigen Maschinenhersteller Bühring & Weiler. Die gleiche Firma lieferte im Jahr 1915 auch die hölzernen Jalousien für die Schallöffnungen des Turmes. Bis auf die Einrichtung einer elektrischen Läuteanlage im Jahr 1963 hat sich das historische Geläute bis heute unverändert erhalten und zählt zu den klangschönsten Gußstahlgeläuten seiner Epoche.

 

Die vier Glocken sind mit folgenden Inschriften und Emblemen versehen:

  • 1. Glocke (c'): auf der Vorderseite ein Kruzifix-Relief, darunter der Vers "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen" (Lk. 2,14); auf der Rückseite: "Geg. v. Bochumer Verein i. Bochum, Westfalen 1896. | Gestiftet von Albert Schaal."
  • 2. Glocke (e'): "Kommt, denn es ist alles bereit." (Lk. 14,17)
  • 3. Glocke (g'): "Lasset euch versöhnen mit Gott." (2. Kor. 5,20)
  • 4. Glocke (c''): "Ein feste Burg ist unser Gott." (EG 362,1).

Turmuhr

Die ursprüngliche Turmuhr stiftete der Direktor der früheren Forchheimer Spinnerei, Carl Faber, zur Kircheneinweihung. Sie stammte aus der Nürnberger Turmuhrenfabrik Förster. Das tägliche Aufziehen der Uhr geschah anfangs durch einen einheimischen Uhrmacher, später durch den Mesner. Sie erhielten dafür eine Entlohung von der Stadt Forchheim. Auch bei Reparaturen gewährte die Kommune stets einen Zuschuss, da der korrekte Gang der Turmuhr als öffentliche Angelegenheit galt. Im Jahr 1926 wurde das Uhrwerk von der Erbauerfirma grundlegend renoviert und um ein Stockwerk nach unten versetzt. Es leistete seinen Dienst bis 1970, wo ein elektrisches Uhrwerk installiert wurde.

 

Das bisherige Uhrwerk verblieb jedoch an seinem Platz im Turm und wurde erst 1993 an das Turmuhrenmuseum Rammensee in Gräfenberg veräußert.

Die ersten Ziffernblätter mit Zeigern lieferte im Jahr 1896 Turmuhrenfabrik Hohlweg aus Fürth. Sie mussten im Laufe der Zeit öfters erneuert, teilweise auch ersetzt werden, zuletzt im Jahr 1998, wo neben einer neuen Uhrsteuerung auch vier völlig neue Ziffernblätter und Zeiger von der Firma Bayreuther Turmuhren geliefert wurden.